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Hallo liebe Zec+ Community und Sympathisanten. Im zweiten Teil der Akne-Reihe geht es heute um die Lebensmittel die eine direkte Wirkung auf diese Krankheit haben (können) oder auch auch nicht! Wir klären auf. Viel Spaß beim Lesen!

Akne – Entstehung, Behandlung, Vorbeugen -Teil 2

Wir haben im ersten Teil darüber geschrieben, was eigentlich Akne ist. Und wir kamen zu dem Schluss, dass es erstens eine Krankheit ist und zweitens in der Regel mit einer übermäßig starken Produktion von Talg einhergeht. Also liegt es nahe, die Talgproduktion zu hemmen. Aber was regt die Talgproduktion eigentlich an? Sind es Lebensmittel? Oder bestimmte Inhaltsstoffe? Wie einige Bodybuilder wissen, könnten es aber auch Hormone sein, richtig? Das Problem ist: das ist ungefähr so wie Musik. Musik kann dir gefallen, muss sie aber nicht. Bestimmte Songs sind erfolgreich, gefallen dir aber trotzdem nicht. Das lässt sich auch auf dieses Thema übertragen. Bei manchen Menschen führt Substanz XY zu vermehrten Pickeln, bei manchen nicht. Und selbst wenn viele Menschen von z.B. Milch mehr Pickel bekommen, muss das bei dir nicht auch der Fall sein. Man kann also nicht sagen „dieser Song wird dir definitiv gefallen“ und genauso wenig kann man sagen „Milch wird bei dir Pickel sprießen lassen“. Hoffentlich kommt das rüber.

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Milch und Akne

Es gibt unglaublich viele Menschen die von vermehrter Pickelbildung nach Konsum von Milchprodukten berichten. Das ist also kein Märchen, sondern dahinter steckt wohl mehr als ein Funken Wahrheit. Solche Berichte gibt es auch von Sportlern, die z.B. Proteinshakes mit Whey konsumieren. Whey, also Molke, ist ein Bestandteil von Milch. Manche würden behaupten, dass es ein Abfallprodukt ist. Andere sagen, es sei ein Nebenprodukt. Wenn es ja Abfall wäre, würde man nicht solch einen Aufwand betreiben es zu filtern, aromatisieren und an sich zu veredeln, oder? Also Whey provoziert Pickel. Fakt oder Fiktion? Wir müssen dazu ein wenig ausholen.

Milch an sich hat in der Regel einen Proteingehalt von 3-4% und meistens 1,5-3,5% Fett. Der Kohlenhydrat-Anteil liegt bei circa 5%. Der Rest ist also Wasser und Vitamine/Mineralien. Milch enthält auch einen Zucker Namens Laktose (Milchzucker). Dieser ist für viele Menschen problematisch, da ihnen das Enzym Laktase fehlt um Laktose zu verwerten. Das resultiert dann in Magenkrämpfen, Blähungen und in seltenen Fällen auch in Durchfall und Erbrechen. Man könnte also meinen, dass Laktose und Menschen mit einer Laktoseintoleranz besonders betroffen sind wenn es um Pickel geht.

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Nach ein paar Recherchen zu diesem Thema fiel uns auf, dass die „Plattformen“, die darauf hinweisen das Milch/Laktose Pickel verursacht, grundsätzlich gegen Milchkonsum sind. Manche Berichte erinnern mehr an Propaganda als an Aufklärung. JA, es gibt Studien die einen Zusammenhang zwischen Akne und Milch bestätigen. Aber man muss wissen, WARUM das so ist und nicht nur blind diese Studien zitieren. Milch und Milchprodukte (wie Whey) gehören zu den Lebensmitteln, welche einen starken Insulinausstoß provozieren können. Das hängt in der Regel auch mit bestimmten Aminosäuren zusammen – allen voran natürlich L-Leucin. Diese Aminosäure gilt als sehr potent was Insulin angeht. Zum Verständnis: Insulinsekretion hat nicht zwangsläufig etwas mit hohen Blutzuckerspiegeln zu tun!

Insulin also DER FEIND?

Akne entwickelt sich in der Vorpubertät mit der Synthesesteigerung von Dehydroepiandrosteronsulfat (DHEA-S), aus dem Testosteron und das stärkere Dihydrotestosteron (DHT) entstehen. Dies wird unterstützt von Insulin und IGF-1 (Insulin-like Growth Factor 1). Die Androgene lassen Talgdrüsen (Sebozyten) und hornbildende Zellen (Keratinozyten) wachsen. Heute weiß man, dass Talgdrüsen auch Rezeptoren für Wachstumsfaktoren wie IGF-1 und Peroxisom-Proliferations-aktivierende Rezeptoren (PPAR) tragen. Unterm Strich regen PPAR-Liganden, Androgene und Wachstumsfaktoren gemeinsam die Talgsynthese an. Aha! Also ist es nicht direkt die Milch, sondern der daraus resultierende Insulin-Ausstoß! Das erklärt auch frühere Untersuchungen, bei denen gezeigt wurde, dass Personen unter Stress und erhöhtem Konsum von Chips, Schokolade und weniger Obst, Gemüse und Rohkost zu unreiner Haut neigten. Man glaubte ja auch früher, dass Eier deinen Cholesterinspiegel ansteigen lassen…

Jetzt kommt das (böse) Whey ins Spiel. Whey führt zu einem Insulin-Ausstoß! Das ist definitiv kein Märchen und zeigt auch, warum in ketogenen Ernährungsformen Protein als alleinige Quelle oftmals gemieden und mit Fetten/Ölen kombiniert wird. Es spielt in erster Linie keine große Rolle, ob es dann Konzentrat, Isolat oder Hydrolysat ist! Neigt dein Körper zu einem Ungleichgewicht im Hormonsystem, beeinflusst durch Insulin, dann wirst du auch mit anderen Proteinen Pickel bekommen. Eine Lösung können bestimmte pflanzliche Proteine sein, die u.a. Phytonährstoffe enthalten – allen voran das Sojaprotein. Soja kann die Testosteron und DHT-Level im Körper negativ beeinflussen und senken. Ausgenommen ist Sojaprotein-Isolat. Bei DHT handelt es sich um Dihydrotestosteron. Dieses ist ein Abbauprodukt von Testosteron, dessen Bildung mit der Höhe des Insulinspiegels zusammenhängt – je höher also dein Insulinspiegel ist, desto höher ist auch dein DHT-Level! Was macht DHT? DHT lässt unter anderem die Talgdrüsen wachsen, wodurch diese leichter verstopfen und du eher unreine Haut und Pickel bekommst. Viele kennen das dann auch als „grobe Poren“.

Fakt ist, dass bestimmte Studien, durchgeführt an pubertierenden Teenagern, NATÜRLICH zu dem Ergebnis kommen, dass Milch Akne begünstigt. Immerhin reden wir von der Pubertät, also einer Phase in der die Hormonbildung auf Hochtouren läuft und bestimmte Ereignisse wie Stress zu einem Überschuss führen können – ebenso wie Insulin!

Was ist jetzt die Lösung?

Für viele Menschen ist eine Ernährung mit niedriger glykämischer Last oftmals enorm hilfreich. Die GL gibt an, wie stark ein Lebensmittel den Insulinspiegel belastet. Das ist nicht zu verwechseln mit glykämischem Index, welcher die Auswirkung von 50g reinen Kohlenhydraten pro Lebensmittel angibt (bei manchen Gemüsesorten z.B. müssten man unrealistisch hohe Mengen konsumieren um auf 50g Kohlenhydrate zu kommen!). Also weniger Kohlenhydrate, welche den Blutzuckerspiegel schnell und stark ansteigen lassen und dadurch Insulin ausschütten. Wenn du viel Milch oder Milchprodukte konsumierst, könnte auch das schon hilfreich sein oder der Umstieg auf Vollfettmilch. Ja, fettreduzierte Milch wird auch einen minimal stärkeren Einfluss auf Akne haben als „normale“ Milch. Wenn wir bei Insulin sind, müssen wir natürlich auch L-Leucin und somit die BCAAs ansprechen. Diese können auch zu einem Insulin-Ausstoß führen! Wer also die Milch weglässt und immer noch Probleme hat, sollte gezielte, einzelne Einnahmen von BCAAs/Leucin ausschließen!

Ach ja, da schwebt noch die Laktose im Raum. Wer natürlich regelmäßig Laktose-haltige Lebensmittel konsumiert und an einer Intoleranz leidet, wird seinem Darm nichts Gutes tun. Und ein schlechtes Darm-Milieu kann sich negativ auf die Hautgesundheit auswirken. Man kann z.B. durch pro- und präbiotischen Lebensmitteln die Darmgesundheit verbessern und das kann das Erscheinungsbild der Haut positiv beeinflussen.

Fazit

Die Milch machst – nicht nur ein Werbespruch, sondern auch beim Thema Akne ein Stückchen Realität. Milch ist nicht per se schlecht und nicht jeder Mensch reagiert auf den Konsum mit Pickeln/Akne, wenn doch, sollte man den Milchkonsum überdenken und einfach mal für 4-8 Wochen einen Selbstversuch starten. Im nächsten Teil gehen wir auf bestimmte Substanzen ein, die den Krankheitsverlauf POSITIV beeinflussen können, also seid gespannt 😉

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