Extrakorporale Schallwellen-Therapie: was es ist und wie es funktioniert!

Hallo liebe Zec+ Community und Sympathisanten. In diesem Teil der Regenerations-Reihe erklären wir euch die Extrakorporale Schallwellen-Therapie. Was das ist und was es damit auf sich hat, könnt ihr hier nachlesen. Viel Spaß dabei!

Regeneration auf das nächste Level heben

Wir beschäftigen uns schon seit in paar Wochen mit der Regeneration und alternativen Methoden, um diese (deutlich) zu verbessern. Wenn es um Leistungssteigerung geht, muss es nicht immer eine unmittelbare, wahrnehmbare Steigerung sein, zum Beispiel durch ein Pre-Workout Cocktail. Oftmals, eigentlich immer, macht sich die Regeneration auf die Leistung erst Tage später bemerkbar. Es ist also eine nachträgliche und nachhaltige Steigerung der Leistungsfähigkeit. Der aufmerksame Zec+ BLOG-Leser wird sicher schon festgestellt haben, wie wichtig eigentlich unser nächtlicher Schlaf für die Regeneration und somit auch Leistung ist. Nur eine einzige schlechte Nacht hat zur Folge, dass wir am darauffolgenden Tag nicht 100% Leistung abrufen können. Neben der Optimierung des Schlafes, suchen (Leistungs)Sportler immer häufiger nach Alternativen, die sie a) schneller und b) besser regenerieren lassen. Das hat den entscheidenden Vorteil, dass man zu einem bestimmten Zeitpunkt deutlich stärker, schneller, erholter, wachsamer und ausdauernder ist. Das kann man alles planen, timen und seinen Körper darauf einstellen, ja quasi programmieren. Eine unbekannte und relativ neue Methode ist die extrakorporale Schallwellen-Therapie (kurz: ESWT, alternativ Stoßwellentherapie).

Extrakorporale Schallwellen-Therapie (ESWT): was es ist und wie es funktioniert!

Bei der ESWT werden Schallwellen gebündelt an bestimmten Punkten im Körper fokussiert. Wenn wir sagen, dass es eine neue Methode ist, dann meinen wir damit natürlich im Bereich der Regeneration! In der Medizin wird seit über 30 Jahren damit gearbeitet. Besonders bei Niere- und Gallensteinen wird diese Methode sehr erfolgreich durchgeführt. Aber auch bei schwerwiegenden und langsam heilenden Knochenbrüchen konnte man hier schon Erfolge verzeichnen. Durch die Schallwellen werden z.B. Fremdkörper wie Nierensteine oder auch Kalkeinlagerungen (beliebt im Schultergelenk |Kalkschulter]) zerrüttet, also in viele kleine Einzelteile zersetzt. Dadurch wird der Abtransport erleichtert. Die Schallwellen fühlen sich an wie Hammerschläge und geben dabei ein hörbares Geräusch von sich. Die Intensität hängt natürlich von der Region ab und kann sowohl in der Frequenz und Stärke reguliert werden.

Aber was hat das mit der Regeneration zu tun?

Regeneration hat etwas mit Verspannungen, Entzündungen, Schmerzen und Durchblutung zu tun, richtig? Die Stoßwellentherapie dient nicht nur dem Zertrümmern von Kalkeinlagerungen oder Nierensteinen. Denn während sie dort gebündelt eingesetzt werden, können die Stoßwellen auch großflächig eingesetzt werden um Verletzungen an der Oberfläche zu behandeln, also z.B. direkte Verletzungen der Haut.

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Besonders in der Orthopädie, also bei Gelenksverletzungen, konnte man bis jetzt gute bis sehr gute Ergebnisse erzielen. Durch die Stoßwellen wir die Produktion von Botenstoffen im Körper angeregt und Entzündungen können besser abklingen. Zudem wird die Durchblutung (Vaksularisierung) einer bestimmten Region gefördert werden, was speziell bei Muskelschmerzen/-kater hilfreich sein kann. Aber das Hauptargument für Spitzensportler, sich einer solchen Behandlung zu unterziehen, ist die Behandlung von Entzündungen. Besonders chronische Entzündungen sind eine Plage für jeden Leistungssportler, aber auch für jeden „normalen“ Menschen. Sie hindern uns oft den Alltag so zu absolvieren, wie wir es gerne würden oder könnten. Und wer hat nicht mindestens eine Entzündung im Körper, die wirklich hartnäckig und ärgerlich ist? Gerade viele Bodybuilder leiden an einem so genannten Tennisarm oder einer Bizeps-Sehnenentzündung. Der große, ja der wohl größte Vorteil ist, dass (gebündelte) Stoßwellen in tiefere Regionen vordringen können, als andere Methoden!

Ein weiteres, sehr beliebtes Anwendungsgebiet sind die Trigger-Punkte. Das sind schmerzhafte Punkte bzw. Knoten in der Muskulatur, welche durch Fehlbelastungen und/oder Fehlhaltungen entstehen können und sehr hartnäckig sind! Nicht unüblich ist es, dass diese Trigger-Punkte oft in andere Regionen ausstrahlen und dadurch nur schwer lokalisiert werden können. Nicht selten resultiert ein Trigger-Punkt im oberen Rückenbereich in starken Schmerzen in Ober- und Unterarm. Hier hat man ebenfalls gute Erfahrungen gesammelt, die Trigger-Punkte mit der Triggerpunkt-Stoßwellen-Therapie (TPST) zu behandeln.

Gibt es auch Nachteile?

Wir dürfen natürlich nicht nur über die Vorteile sprechen, sondern müssen auch die Kehrseite der Medaille erwähnen. So ist die Behandlung definitiv ausgeschlossen bei:

  • Gerinnungsstörungen
  • Im Lungenbereich
  • Tumoren (bösartig)
  • Akuten Entzündungen im Behandlungsgebiet
  • Schwangerschaft
  • Große Nerven- oder Gefäßstränge im Behandlungsgebiet
  • Auch Verletzungen der Rotatorenmanschette

Fazit

Für wen ist eine Behandlung mit Stoßwellen (ESWT oder TPST) denn geeignet? Nun, besonders Personen mit chronischen Leiden in den Gelenken und (Hoch)Leistungssportler die das nötige Kleingeld für mehrere Behandlungen haben. Denn, das sollte man auch wissen, eine Behandlung wird mit 60-100€ angesetzt und macht diese Methode eher zu einer Gelegenheitsmethode für Hobbysportler. Diese Methode wird auch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen unterstützt! Wie auch letzte Woche im Bericht über das Floating [KLICK] bereits erwähnt, wird sich diese Methode sicher mit der Zeit herumsprechen und die Angebote werden zunehmen, woraufhin die Behandlungskosten sicherlich sinken werden.

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