Grundwissen für Kraftsportler - #2 Testosteron - Zec+

Testosteron

Ein korrekter Testosteronspiegel ist unabdingbar, um optimalen Muskelaufbau zu erzielen. Deshalb stellen wir euch heute einen BLOG vor, der euch einen Einblick in die Testosteronsynthese und deren Auswirkungauf unseren Körper und unsere Kraftleistungen hat! Viel Spaß beim Lesen!

Grundwissen für Kraftsportler – #2 Testosteron

 

 

Unser Verhalten, unsere Gedanken, unsere Leistungen und vieles, vieles mehr wird von verschiedensten Faktoren beeinflusst, einer der wichtigsten und meist diskutiertesten sind wohl die Hormone, im Kraftsport vor allem das „Männlichkeitshormon“ Testosteron. Um kein anderes Hormon herrschen im Bodybuilding so viele Mythen und kontroverse Diskussionen, wenige Supplemente (wie z.b. TESTO+) auf dem Markt sind so begehrt wie die, welche versprechen den Testosteronpegel und somit auch die Leistungen und Muskelzuwächse im Sport zu steigern.
Dieser Artikel soll alles vermitteln, was für das Verständnis der Funktion und Aufgaben des Testosterons im Körper und Kraftsport von Nöten ist, die Wirkung von Supplements anhand von Studien bewerten und Möglichkeiten zur natürlichen Testosteronsteigerung zeigen.

 

Biochemische Grundlagen[1]

 

Das Testosteron wird biochemisch als „Steroidhormon“ bezeichnet. Dieser Begriff wird auch im Volksmund oft gebraucht, aber nur die wenigsten verstehen, woher dieser Ausdruck stammt.

Wie in der Graphik zu sehen besteht das Testosteron hauptsächlich aus geschlossenen Kohlenwasserstoffringen, welche in dieser Anordnung als „Sterangerüst“ bezeichnet werden. Daher leitet sich der Begriff der „Steroide“ (- Derivate) ab, ursprünglich ausgehend vom Cholesterin.

Beim Wort Cholesterin werden nun viele hellhörig, da das Cholesterin im Kopf der Deutschen wohl zumeist negativ assoziiert ist. Ohne darauf jetzt zu sehr und ausschweifend einzugehen ist es jedoch wichtig zu erwähnen, dass unabhängig vom „bösen“ Cholesterin in der Nahrung, dessen Aufnahme übrigens nicht notwendig ist, vom Körper selbst Cholesterin synthetisiert wird und zwar aus den Produkten des Fettabbaus (egal welcher Fette). Der Körper stellt dann aus diesem Cholesterin über spezifische Stoffwechselwege in Hoden und Nebennierenrinde schlussendlich das Testosteron her. Dieses Hormon wird vom Körper danach zu Dihydrotestosteron reduziert, welches die dreifache biologische Aktivität im Vergleich zum Testosteron besitzt und die Form ist, die im Körper letztendlich wirkt.

 

Aufgaben und Bedeutung des Testosterons

 

Das männliche Androgen (gr. „andros“ = „Mann“; „gen“ = „erzeugend“) Testosteron ist zum einen für die Spermiogenese, also den Aufbau von Spermien zuständig, doch auch die Ausprägung sekundärer Geschlechtsmerkmale wie Körper- und Gesichtsbehaarung, Vergrößerung des Kehlkopfs in der Pubertät und die Potenz des Mannes gehören zu den wichtigen Aufgaben des Testosterons. Neben all diesen wichtigen Funktionen ist allerdings natürlich die Protein-anabole, also Muskelmasse steigernde Wirkung des Hormons für Bodybuilder von besonderem Interesse was auch der Grund ist, warum Testosteron oft als Dopingmittel eingesetzt wird.

 

Testosteron als Dopingmittel

 

Es ist allgemein bekannt, dass wohl jeder professionelle Bodybuilder und auch viele Athleten aus anderen Sportarten die exogene Zufuhr von Androgenen für sich entdeckt haben, um Leistung und Muskelmasse über das genetische Limit hinaus zu steigern. Daraus ergeben sich aber auch viele Gefahren, vor allem, wenn die Dosierung über jegliche annähernd natürliche Dosis hinausgeht. Die Hauptgefahren[2] bestehen dabei in dauerhafter Schädigung der Organe, vom Herz über Leber, Niere und viele andere. Beim Herz kann es zur Herzwandverdickung kommen, was zur dauerhaften Schädigung des gesamten Herzkreislaufsystems mit letztendlichem Herzinfarkt führen kann. Häufig treten auch Leberschäden auf, was im Gegensatz zu den meisten Nebenwirkungen von Steroidmissbrauch auch äußerlich sichtbar werden kann, zum Beispiel durch Wachstum von „weiblichem“ Brustdrüsengewebe, sogenannter „Gynäkomastie“. Dies passiert, wenn die weiblichen Hormone, die Östrogene, welche auch im Mann vorkommen, beziehungsweise auch ausgehend vom Testosteron synthetisiert werden können, nicht mehr ausreichend von der Leber abgebaut werden können und es somit zur Ausprägung weiblicher sekundärer Geschlechtsmerkmale, in diesem Fall Brüste, kommen kann. Generell muss also klar vom Steroidmissbrauch abgeraten werden oder, wenn es krankheitsbedingt zugeführt werden muss, unbedingt ein Arzt konsultiert werden.

 

Legale testosteronsteigernde Supplemente

 

testoplus

TESTO+ von Zec+ ist ein Produkt welches D-Asparaginsäure (kurz DAA) enthält und ist somit ein zuverlässiger Partner wenn es darum geht, seiner körpereigenen Testosteronproduktion einen Schub zu verpassen. TESTO+ kann die dazu führen, dass ihre Leistung steigt

Auch die Supplementindustrie hat abseits des illegalen Dopinggeschäfts großes Interesse daran, Sportlern über Supplemente eine legale Testosteronsteigerung zu ermöglichen. Dazu gibt es mittlerweile eine große Anzahl verschiedener Supplemente, die alles das gleiche versprechen: Leistungs- und Muskelmassesteigerung durch „natürliche“ Erhöhung des Testosteronspiegels. Der wohl am weitesten verbreitete Wirkstoff ist dabei Tribulus terrestris („Erd-Burzeldorn“), eine Pflanze, der eine Steigerung des Androgenpegels nachgesagt wird. Es gibt zwar Studien, die eine derartige Wirkung bei Ratten nachweisen konnten[3], allerdings konnte dies in einer klinischen Studie an jungen Männern nicht bestätigt werden[4]. Dies zeigt einmal mehr, welche Unterschiede zwischen Theorie und Praxis, beziehungsweise Tier- und Humanstudien herrschen und warum man lieber selbst recherchieren sollte, bevor man blind Werbeversprechen vertraut, die zwar Studien anführen um ihr Produkt mit wissenschaftlicher Evidenz auszustatten, die allerdings oftmals nicht die Realität wiederspiegeln. Auch die „International Society of Sports Nutrition“, die anerkannteste akademische Institution im Bereich der Sporternährung, hat in ihrem Bericht[5] zu allen bekannten und relevanten Sportnahrungsergänzungsmitteln klargestellt, dass Tribulus terrestris keine nachweisbare, androgensteigernde Wirkung hat.

 

 

Natürliche Möglichkeiten zur Testosteronsteigerung

 

Für Männer, die ihren Testosteronpegel ohne illegale Steroidzufuhr steigern wollen, gibt es jedoch trotzdem einige Möglichkeiten, das auf natürliche Art und Weise zu tun. Jedoch ist dabei wichtig zu erwähnen, dass die folgenden Methoden keinen Androgenanstieg über das natürliche Normlevel wie bei der exogenen Hormonzufuhr zur Folge hat, jedoch auf Dauer zu vermehrter Testosteronbildung führen können. Testosteronmangel zeigt sich in sehr vielen Symptomen, zum Beispiel Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Reizbarkeit, geringer Sexualtrieb und viele andere. Dem kann man mit einigen Methoden[6] entgegenwirken, falls sich durch Einhaltung dieser Ratschläge allerdings keinerlei Besserung eintritt, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden und die Probleme abgeklärt werden.

 

#1: Ausreichend Schlafen

Es ist noch nicht endgültig geklärt, was im Schlaf alles mit dem Körper passiert, jedoch ist auch die Hormonsynthese ein wichtiger Prozess im Schlaf.

#2: Gesunde Ernährung

Nur wenn die Ernährung in Makro- und Mikronährstoffen stimmt, kann der Körper ordnungsgemäß funktionieren und auch entsprechend den Hormonhaushalt korrekt regulieren.

#3: Übergewicht vermeiden

Der Zusammenhang ist noch nicht endgültig klar, allerdings wurden mehrfach Korrelationen zwischen erhöhtem Körperfettanteil und niedrigem Sexualhormonspiegel bei Männern festgestellt.

#4: Stress reduzieren

Bei Stress bildet der Körper das Stresshormon Cortisol, weithin bekannt als „Testosteron-Antagonist“, bei erhöhtem Cortisolspiegel sinkt gleichzeitig der Testosteronspiegel[7]. Somit kann also reduzierter Stress zu höherer Androgenausschüttung führen.

#5: Sport treiben

Bewegung, besonders Kraftsport führt zu vermehrter Testosteronausschüttung, ist also ebenfalls ein essentieller Faktor, um die Produktion der Männlichkeitshormone anzukurbeln.

#6: Guter Sex

Bei kaum einer Aktivität wird so viel Testosteron gebildet wie bei gutem, intensivem Sex. Also nicht zurückhalten, denn guter Sex kann den Hormonpegel bis zu zwei Tage lang positiv beeinflussen und anheben.

 

 

Fazit

 

Ein korrekter Testosteronspiegel ist unabdingbar, um optimalen Muskelaufbau zu erzielen. Jedoch sollte klar davon abgesehen werden, sich ohne ärztliche Aufsicht selbst das Hormon zuzuführen, es gibt genug Möglichkeiten, sein Androgenlevel auf natürliche Art und Weise zu stabilisieren oder anzuheben.

In diesem Sinne:
Bleibt fit – mit Plan!

 

Über den Autor:

Andreas Nino Galle ist Personal Trainer, Ernährungs- und Trainingsberater in Potsdam.
Außerdem ist er Blogger und Inhaber des Online Fitness Coaching Service „Fit mit Plan“.
Seit mehr als fünfzehn Jahren beschäftigt er sich mit seinem Geschäftspartner, Andreas Bosse, umfassend mit der Thematik Fitness und Ernährung.

 

 

 


[1] Horn et al. , Biochemie des Menschen, 2. Auflage, 2002 – 2003, Georg Thieme Verlag, Stuttgart
[2] //www.dopinginfo.de/rubriken/02_main.html
[3] //www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12804079?dopt=Abstract
[4] //www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15994038?dopt=Abstract
[5] //www.jissn.com/content/7/1/7
[6] //www.psychotherapiepraxis.at/pt-blog/testosteron-spiegel-erhoehen/
[7] //www.dr-neidert.de/index.php/testosteronmangel/25-hormon/nebennierenschwaeche

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