Reisprotein: Vor- & Nachteile für den Muskelaufbau | Zec+

Hallo liebe Zec+ Community und Sympathisanten. In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit der Frage, ob Reisprotein für den Muskelaufbau geeignet ist und welche Vor- und Nachteile es besitzt. Viel Spaß beim Lesen!

Vor- und Nachteile von Reisprotein

Wenn es um Muskelaufbau geht, steht das Molkenprotein (Whey) wohl für viele Sportler an erster Stelle. Es sei denn, sie ernähren sich vegan – dann muss eine Alternative her. Viele Jahre galt hier das Sojaprotein als Non-Plus-Ultra der Whey-Alternativen. Sojaprotein konnte sich allerdings nicht durchsetzen, da es einen eher speziellen Eigengeschmack besitzt und Soja an sich in ein schlechtes Licht geriet, nachdem immer mehr Gen-manipuliertes Soja auf den Markt kam. Zudem wurde nach einiger Zeit bekannt, dass Soja Allergien verschlechter bzw. auslösen kann.

Irgendwann erblickte dann Eiweiß aus Reis das Licht der Proteinwelt. Reis verbinden die meisten Menschen mit Kohlenhydraten und Stärke. Allerdings kann durch spezielle Fermentations und Keimprozesse der Proteingehalt angehoben werden und somit wird es lukrativ für Sportler. Durch weitere Filtrationsmethoden wird dann ein Reisproteinpulver hergestellt.

Reis besteht eigentlich aus drei Teilen:

  • Nährgewebe
  • Reiskeim
  • Reiskleie

Das Protein wird hauptsächlich aus den Reiskleien gewonnen, während das Nährgewebe die Kohlenhydrate/Stärke liefert.

Mittlerweile in 4 leckeren Geschmacksrichtungen erhältlich, weitere werden folgen!

Vorteile von Reisprotein

Reisprotein ist in erster Linie für alle Veganer geeignet. Veganer, die gleichzeitig den Muskelaufbau forcieren, müssen oft auf Hülsenfrüchte als Proteinlieferanten zurückgreifen, was nicht jedermanns Sache ist. Hier erleichtern pflanzliche Proteinkonzentrate aus Reis, Erbsen oder Soja die tägliche Proteinzufuhr.

Pflanzliche Proteine haben den Vorteil, dass sie, besonders im Falle von Reisprotein, hypoallergen sind und somit für alle Allergiker bestens geeignet sind (dies trifft nicht auf Sojaprotein zu!). Das pflanzliche Proteine natürlich mit dem heiligen Whey- oder Eiprotein verglichen wird, kann man sich denken. Denn gerade bei einem Whey-Protein geht man von einer Aminosäurenbilanz aus, welche für den menschlichen Körper „optimal“ ist. Das bedeutet, die biologische Wertigkeit (>100) übersteigt die des Eiproteins (100). Somit kann der Körper mehr von dem Protein aus der Nahrung in Körpereigenes Protein umsetzen. Reisprotein hat eine BW von ungefähr 80.

Allerdings konnte man in einer Studie (Quelle) feststellen, dass bei einer höheren Dosierung von Proteinpulvern nach dem Training erstens die BW und zweitens die Aminosäurenbilanz zweitrangig werden! Man untersuchte als männliche Probanden für einen Zeitraum von acht Wochen und verabreichte ihnen entweder 48 Gramm Reisprotein oder 48 Gramm Whey-Protein. Das Resultat? Beide Gruppen haben die gleichen Fortschritte in Sachen Muskelaufbau gemacht und die „anabolic response“ nach dem Konsum war fast identisch.

Wir (und die fleißigen Zec+ Blog-Leser) wissen, dass die Aminosäure L-Leucin eine entscheidende Rolle beim Muskelaufbau beziehungsweise beim anabolen Signalweg spielt. Diese ist in pflanzlichen Proteinen oft unterdosiert. Ab einer gewissen Menge des Proteins und somit der Aminosäuren, gibt es aber keinen großen Unterschied mehr. Man weiß auch, dass es bezüglich der Muskelproteinsynthese KEINEN Sinn machen würde, 100g Protein nach dem Training zuzuführen, weil die MPS bereits bei circa 20-30g Protein maximal stimuliert wird. Natürlich liefert MEHR Protein auch MEHR Baustoff. Aber hier geht es lediglich um die anabolen Signalwege, welche eben Muskelwachstum signalisieren. Aber bei einer „Standard“-Portion von 30 Gramm Whey-Protein versus 30 Gramm Reisprotein gewinnt hier das Whey.

Ein absoluter Pluspunkt ist natürlich die Verträglichkeit. Es ist komplett frei von Milch-, Ei-, Gluten- und Laktosebestandteilen!

Das PERFEKTE Aminosäurenverhältnis!

Nachteile von Reisprotein

Nach den positiven Eigenschaften von Reisproteinpulvers fragt man sich natürlich, ob es auch negative Aspekte gibt. Ja! Nicht nur die „schlechtere“ Aminosäurenbilanz, sondern auch der Geschmack lässt zu wünschen übrig! Während Whey-, Milch- und Eiprotein sehr gut schmecken und ein glattes Mundgefühl besitzen, wirkt die Konsistenz von Reisprotein eher mehlig/sandig. Zudem ist die Löslichkeit nicht 100% identisch mit Whey-Proteinen. Wir bei Zec+ Nutrition arbeiten derzeit an einer Lösung, welche die Sensorik deutlich verbessert. Wir halten euch auf dem Laufenden 😉

Auf den ersten Blick ist der Preisunterschied minimal im Vergleich zu einem Whey-Protein. Beachtet man aber den Fakt, dass hier höhere Dosierungen mehr Sinn machen, kann das Reisprotein sogar teurer werden. Nichtsdestotrotz ist es die beste Alternative für Personen mit Allergien oder die vegane Ernährung.

Fazit

Reisprotein – die beste Alternative zum Whey? Wir können sagen, JA! Es hat Vor- UND Nachteile, aber das hat jedes Protein. Es hat auf jeden Fall eine Daseinsberechtigung und wird in Zukunft wohl mehr in den Fokus geraten, besonders dann wenn die Milchpreise weiter steigen werden. Reis ist definitiv keine Mangelware und die Herstellung wird sicher mit der Zeit und Nachfrage kostengünstiger bzw. -effektiver.

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