Hallo liebe Zec+ Community und Sympathisanten. In dieser Artikel-Reihe geht es um eine sehr beliebte Zutat und deren Auswirkung auf unsere Gesundheit. Die Rede ist vom Salz. Wir werden erklären, was Salz eigentlich ist, woher es kommt, welche Vor- und Nachteile es hat und wie man es als Sportler nutzen kann und sollte. Viel Spaß beim Lesen!

Salz – gesundheitliche Vor- und Nachteile

Salz ist eines dieser Themen, bei dem es viele Freunde und viele Feinde gibt, aber nicht so richtig EINDEUTIG geklärt ist, ob es jetzt eher gesund, oder eher ungesund ist. Das ist wie beim Fleisch, oder bei der Milch, oder beim Fastfood – es gibt immer zwei Lager die sich bekämpfen. Beim Salz ist es nicht anders. Während die eine Seite behauptet, Salz sei ungesund und führt zu Bluthochdruck, Schlaganfällen und Herzinfarkten, behauptet die andere Seite, das sei alles nur Unfug und reine Propaganda. Bevor wir hier Stellung beziehen, sollten wir erst einmal klären, WAS Salz eigentlich ist.

Was ist Salz?

Wenn wir von Salz sprechen, meinen wir eigentlich Speisesalz. Es gibt neben dem Speisesalz natürlich noch andere Salze wie z.B. das Regeneriersalz für Spülmaschinen oder das Auftausalz, welches im Winter bei Schnee und Eisglätte verwendet wird. Beim Speisesalz unterscheiden wir noch einmal in zwei Gruppen, einmal die behandelten, industriell verarbeiteten Salze (raffiniertes Salz – z.B. Kochsalz) und die naturbelassenen Salze (Ursalze – z.B. Meeressalz, Steinsalz).

Was haben aber alle Speisesalze gemeinsam? Sie bestehen zu mindestens 97% aus Natriumchlorid. Die restlichen 3% ergeben sich aus verschiedensten Mineralien und Spurenelementen. Salz, also Natrium-Chlorid, zählt zu den Mineralstoffen die für uns Menschen essentiell, also Lebensnotwendig sind.

Welche physiologische Wirkung hat Salz?

Die physiologische Wirkung im Körper ist sehr breit gefächert. Das Salz Wasser im Körper einlagert und speichert, ist wohl die bekannteste Wirkung. Allerdings ist es auch an der Reizübertragung von Nervenzellen beteiligt und sorgt so dafür, dass unser Herz schlagen kann.

Würden wir komplett auf Salz verzichten, hätte das ein Multi-Organ-Versagen zur Folge. Ein Salzverlust durch schweißtreibende, körperliche Betätigungen kann bereits zu negativen Symptomen führen (Krämpfe, „Sterne-sehen“, Magen-Darm-Beschwerden u.n.v.m.). Führen wir zu wenig Salz zu, kann unser Körper nicht ausreichend Magensäure (enthält SALZsäure) produzieren und die Verdauung leidet darunter.

Salz wird aber auch als Geschmacksverstärker verwendet. Gerade in Fertiggerichten finden wir oftmals sehr hohe Mengen Salz, die wir beim Zubereiten eines solchen Gerichtes womöglich nicht verwenden würden.

Pumpdown Pumpbooster

Maximaler Pump mit Pumpdown – wer noch mehr möchte, kann hier gerne eine Prise Salz hinzufügen!

Durch die Wirkung auf den Flüssigkeitshaushalt, sorgt Salz auch dafür, dass unsere Zellen gut hydriert sind und bleiben. Besonders ältere Menschen leiden unter Wassereinlagerungen (Ödemen). Das ist in den meisten Fällen eine Kombination aus zurückgehendem Durst in Kombination mit salzarmer Ernährung (vom Arzt empfohlen). Jetzt hat man also zu wenig Flüssigkeit im Körper und zu wenig Salz, welches die Flüssigkeit einlager könnte – als Folge ist das Wasser AUSSERHALB der Zellen.

Einige Sportler kennen auch den Effekt, dass eine Prise Salz vor dem Training den „PUMP“ der Muskeln verbessern soll. Das kommt genau durch diesen Effekt des Salzes auf die Zellen. Wir werden in einem weiteren Teil noch darauf eingehen, wie man seinen Salzkonsum verändern kann und somit den Wasserhaushalt im Körper so manipulieren kann, dass man Punktgenau zu einem Wettkampftermin „trocken“ ist.

Wieso gibt es so viele verschiedene Sorten?

Wer einmal das Gewürzregal im Supermarkt angeschaut hat, der wird sicher ein Auge auf die verschiedenen Salze geworfen haben. Hier gibt es vom Jod-Salz bis zum pinken Himalaya-Salz über das geräucherte Salz aus der Wüste alles was das Herz begehrt. Natürlich auch dementsprechend verschiedene Preiskategorien von 0,10€/100g bis hin zu 10€/100g (nur um eine kleine Preisspanne zu nennen).

Angeblich gibt es Salze, die besonders reich an Mineralstoffen sind, andere wiederum enthalten mindestens 80 Elemente der Erde. Wie bereits erwähnt, bestehen fast alle Salze aus Natriumchlorid. Nehmen wir z.B. das Himalaya-Salz, welches mit einem hohen Mineralgehalt beworben wird. Würden wir den von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfohlenen Tagesbedarf von 5-6g zuführen, würden wir gerade einmal 12-15mg Kalzium aufnehmen, was bei einem Tagesbedarf von 800-1000mg doch zu vernachlässigen ist, richtig?

Wer Kalzium, Kalium und Magnesium zuführen möchte, sollte sich nicht auf seinen Salzkonsum verlassen.

Das Problem bei dem handelsüblichen Speisesalz, welches man sehr günstig erhält, sind die Zusatzstoffe die enthalten sein dürfen. So kommen hier chemische Rieselhilfen, Natriumnitrit, Fluorid, Jod, Folsäure oder Geschmacksstoffe zum Einsatz. Wer darauf verzichten möchte, kann zu einem günstigen Meersalz greifen. Aber es gibt absolut keinen Grund aus gesundheitlicher Sicht für ein Speisesalz mehr als 2-3€/100g zu zahlen!

Fazit

Ist Salz gleich Salz? Rein chemisch betrachtet, ja. Will man etwas außergewöhnliches, dann nein. Fakt ist, man hat keinen gesundheitlichen Mehrnutzen, wenn man (deutlich) mehr Geld ausgibt. Fakt ist auch, dass es beim Salz kein „BIO“-Produkt gibt, mit Außnahme von Bio-Kräutersalz, weil die Kräuter dann BIO-zertifiziert angebaut wurden. Im nächsten Teil werden wir darauf eingehen, welche gesundheitlichen Vor- und Nachteile der Salzkonsum auf unseren Körper hat und die Frage klären, ob Salz den Blutdruck erhöht.