Muskelfaserriss & Muskelriss, was tun? | Zec+

Hallo liebe Zec+ Community und Sympathisanten. In diesem Artikel beschäftigen wir uns ein wenig mit Verletzungen, speziell dem Muskelriss. Viel Spaß beim Lesen!

Verletzungen sind scheiße. Das wissen alle, die einmal mehrere Tage, Wochen oder sogar Monate pausieren mussten. Pausen sind auch scheiße. Manchmal pausiert man, um dem Körper ein bisschen Erholung zu gönnen. Aber Zwangspausen sind ärgerlich, weil man eigentlich möchte, aber nicht kann. Männer mit Durchblutungsstörungen kennen das, wenn sie wollen aber nicht können…

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich zu verletzen. Es kommt auch immer auf die Sportart an. Wenn ich Bodybuilding betreibe, kann ja nur ich selbst die Schuld für eine Verletzung tragen, oder? Bei Mannschaftssportarten kann es auch durch Gegnereinwirkung zu Verletzungen kommen. Fußballspieler haben die höchste Verletzungsquote ohne eigenes Verschulden – selbst Kampfsportler verletzen sich nicht so oft! Auch American Football ist vergleichsweise „harmlos“ – zieht man die Folgeschäden durch die brutalen Zusammenstöße ab.

Man glaubt es kaum, aber oft sind Verspannungen in verschiedenen Teilbereichen einer Muskulatur daran schuld, dass man sich verletzt! Sind die Wadenmuskel nicht 100% geschmeidig und frei von verklebten Faszien, kann es sein, dass das Sprunggelenk nicht genug Unterstützung bekommt und man schneller umknickt. In der Regel ist die Muskulatur oberhalb eines Gelenkes für dessen Stabilität zuständig.

Muskelriss, was dann?

Im Vergleich zu einer Zerrung ist ein Muskelfaserriss wie ein Knochenfissur zu einem Knochenbruch. Die Muskelfasern sind komplett gerissen und können im ersten Moment sehr starke, stechende Schmerzen hervorrufen. Im weiteren Verlauf können sich Blutergüsse und Schwellungen abzeichnen. Hier können mehrere Wochen Pause angesagt sein. Bei einem Muskelfaserriss kann der Heilungsprozess bis zu drei Wochen dauern. Ein Arztbesuch ist unerlässlich!

Aber ein Faserriss, also der Riss von ein oder mehreren Fasern, ist nicht so tragisch, wie ein kompletter Abriss der Muskulatur, auch genannt Ruptur. Für jeden Sportler stellt eine Ruptur, egal welcher Muskulatur, eine enorme Behinderung dar. Oft kann über mehrere Monate nicht trainiert werden, hart erarbeitete Ergebnisse verpuffen und können im schlimmsten Fall nie wieder reproduziert werden.

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Reißt ein Muskel ab, passiert das oft an der „kleinsten“ Stelle, also an der Verbindung zu einer Sehne oder einem Band. Besonders häufig betroffen ist der M. pectoralis major, also der dreiteilige Brustmuskel. Dieser setzt über eine flache Sehne am Humerus (Oberarmknochen) an. Die häufigste Ursache? BANKDRÜCKEN! Du willst wissen, wie man Bankdrücken richtig ausführt? Klicke auf folgenden Link Der Bankdrücken-Guide

Beim Bankdrücken, ob mit Lang- oder Kurzhantel, wirken enorme Kräfte auf Sehnen, Bänder und Muskeln. Dabei ist nicht die verrichtete Arbeitsleistung der Grund für eine Ruptur. Denn in 8 von 10 Fällen reißt der Muskel in dem Moment, in dem die größte Kontraktion bei gleichzeitig größter Dehnung erfolgt. Sprich, wenn ihr die Hantel auf die Brust absetzt und starten wollt. dann sind die Ellenbogen unter dem Körper und die Sehnen und Muskel maximal gedehnt. Wenn jetzt ein hohes Gewicht bewegt werden will, muss natürlich eine dementsprechende Kraft aufgebracht werden.

Andere Muskeln können natürlich auch reißen, zum Beispiel der Bizeps oder Quadrizeps. Aber diese Verletzungen sind deutlich seltener, als beim Brustmuskel.

Jetzt ist dein Muskel gerissen, was passiert jetzt?

Mittlerweile tendiert man dazu, direkt zu operieren. Eine Ruptur, wenn 100%ig, heilt nicht einfach so wieder von alleine. Das wird mittels Sonographie und in seltenen Fällen auch über eine Megnetresonanztomographie (MRT) diagnostiziert. Hämatome (Blutgerinnsel) tritt meistens am Oberarm auf, je nach Schwere des Unfalls. 7 von 10 Verletzungen müssen operativ behandelt werden. Die Operation ist unkompliziert und in der Regel beginnt man nach 6 Wöchiger Ruhestellung mit der Rehabilitation. Normalerweise, wenn schnell gehandelt wird, können die Kraftleistungen innerhalb von 12 bis 18 Monaten vollständig erreicht werden. Nur in seltenen Fällen kommt es zu Komplikationen, das hängt aber nicht selten mit der Disziplin der Patienten zusammen, da diese viel zu schnell ans Eisen gehen.

Kann man so eine Verletzung verhindern?

Theoretisch ja, praktisch weißt du nie, wie dein Muskel reagiert – oder deine Bänder, Sehnen, Knochen. Grunsätzlich solltest du dich RICHTIG aufwärmen, regelmäßiges Dehnen kann die Bänder und Muskeln elastisch halten und natürlich zu guter Letzt, lass dein Ego in der Umkleidekabine! Versuche nicht, bei jedem Training das absolute Maximum aus dir rauszuholen. Steigere deine Gewichte regelmäßig, aber nicht bei jedem Training!

 

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