Motivation: Biologisch erklärt & von Ernährung beeinflusst | Zec+

 

Hallo liebe Zec+ Community! Gestern haben wir euch einen Blog über Motivation geschenkt, welcher sehr gut ankam und der Wunsch aufkam, die biologische Motivation näher zu betrachten. Heute bekommet ihr einen kleinen Einblick, wie euer Gehirn „denkt“ und somit eure Motivation beeinflusst! Viel Spaß beim Lesen!

 

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Gestern habe ich euch in einem Artikel gezeigt, was Motivation ist und wie ihr euch motivieren könnt. Der Artikel war eher auf die psychologische Wirkung der Motivation bedacht. Heute gehen wir auf die biologischen Aspekte ein. Biologisch? Das heisst, es hat was mit meinem Körper zu tun? JA! Nicht nur die Bilder die wir sehen (Tagträumer ahoi!), sondern auch das was wir via Nahrung in uns hinein stecken hat einen Einfluss auf unsere Motivation. Jetzt ist die Katze aus dem Sack!

Ok, um jetzt zu verstehen, wie wir durch unsere Nahrungszufuhr einen Einfluss auf unsere Motivation haben können, müssen wir verstehen wie Katecholamine und Neurotransmitter funktionieren.

Ein Neurotransmitter dient der Übertragung von (elektr.) Impulsen (Reize) zwischen 2 Synapsen/Nervenenden. Um das mit Bildern auszudrücken: Ein Neurotransmitter ist ein Postbote. Er bringt das gesendete Signal zum Empfänger. Es gibt einige Neurotransmitter, z.B auch Aminosäuren wie GABA, Glutamat oder Glycin. Für uns relevant sind hier Dopamin, Serotonin, Adrenalin und Noradrenalin sowie Oxytocin. Oxytocin habt ihr sicher schon mal gehört in Verbindung mit dem Akt der Fortpflanzung. Nach einem Höhepunkt (Orgasmus) wird vermehrt Oxytocin ausgeschüttet und wir fühlen uns „Glücklich“ (manch einer auch enttäuscht…?!). Oxytocin erfüllt noch den Zweck, dass wir uns dem Partner verbundener fühlen, was wichtig für die Partnerwahl ist (das zum Thema „Sex hat nichts mit Gefühlen zu tun“).

Adrenalin? Das macht doch aggressiv?! Ja, kann es! Adrenalin/Epinephrin ist ein Hormon und gehört zu den Katecholaminen. Wer den Film „Crank“ kennt, weiß, welche Auswirkungen eine exogene Zufuhr von Ephinephrin haben kann („Ich lebe-Szene“). Adrenalin erhöht deinen Puls, schärft deinen Fokus, weitet deine Lunge – alles Faktoren, die wichtig sind für die Jagd. Die Jagd!? Dieser biologische Prozess ist noch ein „alteingessesener“ Prozess von unseren Vor-Vor-Vorfahren. Als es noch darum ging, um Leben und Tod zu fürchten, konnte die Ausschüttung von Adrenalin darüber entscheiden, ob man was zu essen hat oder selbst gegessen wird. Aber auch heute gibt es Situationen, in denen wir dankbar sind genug Adrenalin zur Verfügung zu haben! Und wer schonmal Ephedrin genommen hat, weiß, dass dieses ein effizientes Mittel zur Fettverbrennung ist (leider auch einige Nebenwirkungen und nicht zu empfehlen!) – Adrenalin wandelt körpereigenes Fettgewebe in Triglyceride (Fettsäuren) um und führt somit zum vermehrten Abbau von Körperfett.
Adrenalin wird im Körper aus den Aminosäuren L-Tyrosin und Phenylalanin synthetisiert – d.h. auch, Menschen welche einen Mangel an diesen beiden Stoffen haben, besitzen i.d.R. auch weniger Adrenalin. Es gibt auch viele Stimulanzien und illegale Drogen, welche ich hier nicht weiter nennen möchte, die einen großen Einfluss auf die Adrenalin-Synthese haben können.

 

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Die Stimulanzien in Kickdown können dir dabei helfen, mehr Adrenalin freizusetzen und so aggressiver und fokussierter im Training zu agieren!

 

Das nächste Katecholamine ist Dopamin. Ihr seid in einer Fast-Food-Kette eures Vertrauens und verzehrt genüßlich ein kalorienreiches Menü. Es gibt Menschen, die fühlen sich danach schlapp. Wenn du auch dazu gehörst, dann kannst du sicher 2 Verhaltensweisen an dir beobachten:
#1 du wirst müde und willst eigentlich nur auf die Couch
#2 du holst dir die nächste Portion
Warum ist das so? Nun, Stoffe oder Substanzen, mit einem „Suchtpotential“ erhöhen den Dopaminausstoß. Je stärker der Dopaminausstoß ist, desto glücklicher sind wir und desto mehr muss produziert werden. Klingt logisch oder? Jetzt das Problem: Es ist wie mit dem Krafttraining (Bilder!) -> ihr geht ins Gym und wollt eure Brust trainieren. Ihr wisst, dass ihr beim letzten Training vor 2 Tagen Bankdrücken mit 100kg absolvieren konntet und wisst, das ist euer aktueller Leistungsstand – aber vor 2 Tagen! Heute wollt ihr „mehr“ und dazu müsst ihr mehr investieren, also mehr Kraft/Energie aufbringen!

Das hier ist jetzt wirklich sehr einfach erklärt und soll es euch verbildlichen! (für alle Fachbiologen die gleich aufschreien): Euer Gehirn speichert den letzten „Stand“ des Dopamins in eurem Körper. Euer Körper ist „süchtig“ nach Dopamin. Dopamin wird u.a. von Substanzen mit suchtpotential ausgeschüttet: Ihr müsst mehr zuführen als beim letzten Mal, um das selbe Level an Dopamin zu erreich! Boom. Deshalb machen (starke) Drogen (stark) abhängig. Koffein, Nikotin oder Zucker zählen auch dazu! Das wohl stärkste Substrat ist hier Heroin…es sollte jedem bekannt sein, dass die Dosis hier ständig erhöht wird bis hin zum „goldenen Schuss“. Das erklärt auch, warum Pre-Workout-Produkte mit Stimulanzien niemals so wirken wie „beim 1. Mal“! Je weniger Stimulanzien enthalten sind, umso konstanter ist die Wirkung. Jeder kennt das, dass man bei einem Pre-Workout-Booster schon oft nach wenigen Einnahmen die Dosis steigert auf 2 oder 3 Scoops und zwar solange, bis die Nebenwirkungen wie Zittern und innere Unruhe die Macht über den Körper übernehmen.
Wer kennt nicht auch mindestens 1 Menschen, der von sich behauptet „ich brauche morgens mehr als 1 Kaffee um wach zu werden“?

Ok, das klingt jetzt alles eher negativ, oder? Dopamin hat natürlich auch „Vorteile“ und zwar das es euch motiviert! Dopamin wird ausgeschüttet, wenn ihr eure Diät erfolgreich absolviert, es wird ausgeschüttet, wenn ihr euer Studium abschließt, wenn ihr einem (liebevollen) Menschen begegnet. Dopamin ist DAS Glückshormon. Wie auch bei Adrenalin kann Dopamin aus L-Tyrosin synthetisiert werden. Wer seine Level steigern möchte, sollte auf eine eiweißreiche Ernährung achten, Walnüße essen und möglichst auf Stimulanzien verzichten (ausser vor dem Training, hier können sie Vorteile haben). Ein sehr beliebtes Mittel ist L-Dopa, eine nicht-aminogene Aminosäure. Diese kann dazu führen, die Dopamin-Level zu steigern.

 

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Aminosäuren (hier essentielle Aminosäuren) dienen nicht nur den Muskeln als Treibstoff, sondern auch Hormonen und Katecholaminen wie Adrenalin und Dopamin!

 

Gut, das war jetzt etwas ausführlicher (aber trotzdem noch einfach). Wie kombinieren wir das jetzt mit der psychologischen Motivation? Tada! Die Ernährung ist die GRUNDLAGE, wie ich hier versucht habe zu erklären. Wenn euer Körper mit bestimmten Stoffen unterversorgt ist und bestimmte Hormone/Katecholamine nicht produzieren kann, könnt ihr auch nicht motivieren – euch fehlt die Motivation zur Motivation (was ein Satz!). ABER, ein großes ABER! Es geht auch um Grundbedürfnisse! Es bedarf also bestimmter Faktoren, damit andere erfüllt werden können. In einer Bedürfnispyramide nach Maslov (1970) sieht man, welche Bedürfnisse wichtig (unten) und unwichtig (oben) sind.

 

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Man kann nicht die höchste Stufe erreichen, wenn man die darunter noch nicht erreicht hat! Das ist auch ein Grund, warum viele mit ihrer Motivation „scheitern“. Ich kann nicht an meinem Sixpack arbeiten, wenn ich nicht mit genug Makro- und Mikronährstoffen versorgt bin. Oder wenn mein Bedürfnis nach Sicherheit nicht erfüllt ist. Glaubt ihr, dass ein hungernder Kriegsflüchtling Interesse daran hat, „ästhetisch“ auszusehen? Wohl kaum!

h2motivationOk, gestern war es die Psyche, heute die Hormone und Nahrung. Zusammenfassend kann ich euch sagen, ihr könnt eure Dopamin/Adrenalin-Level optimieren und „on top“ halten. L-Tyrosin, L-Dopa, Fischöl (hier spielt DHA eine besondere Rolle!) und Protein allgemein lassen euch motiviert sein. Also ist es jetzt eine psychische oder physische Angelegenheit? Ja und ja! Um sich von „schlechten“ Lebensmitteln fern zuhalten, bedarf es Motivation und einen starken Willen. Ebenso muss man die Motivation „füttern“. Ihr werdet merken: wenn ihr euch 4-6 Wochen sehr proteinreich ernährt, viele Omega-3-Fettsäuren zuführt, L-Tyrosin ergänzt und genug Schlaf habt, werdet ihr immer weniger „Gelüsste“ haben, so gennante „sugar cravings“! Ich werde euch immer wieder solche BLOGs zur Verfügung stellen, um euch weiterhin zu motivieren 😉

Danke fürs Lesen
Euer Zec+ Team!

 

 

 

 

Quellenangabe:
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