Phosphatidylserin: Wirkungen, Nebenwirkungen, Dosierung | Zec+

Hallo liebe Zec+ Community und Sympathisanten. In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit einem sehr speziellen Wirkstoff, nämlich Phosphatidylserin. Viel Spaß beim Lesen!

Phosphatidylserin: Wirkungen, Nebenwirkungen, Dosierung

Wer unter Stress leidet, kennt in den meisten Fällen auch die Symptome. Schlaflosigkeit, keine Ausdauer und Puste im Alltag, wenig Motivation, keine Lust (Libido) und das ständige Gefühl, unter Strom zu stehen. Das sind nur einige der Symptome. Häufig ist übermäßiger Stress die Ursache der Volkskrankheit Burnout. Genau hier setzt Phosphatidylserin an.

Was ist Phosphatidylserin?

Phosphatidylserin ist ein Molekül der Phosphoglyceride. Es ist also eine Fettsäure (Phospholipid). Bei dem hier genannten Produkt beziehungsweise Substrat handelt es sich um ein Phosphorsäurediester, bestehend aus Glycerin, Phosphorsäure  und einer Hydroxylgruppe der Aminosäure L-Serin.

Heute wird Phosphatidylserin für Nahrungsergänzungen ausschließlich aus Soja gewonnen, es ist somit rein pflanzlichen Ursprungs. Die früher ebenfalls gebräuchliche Gewinnung aus Rinderhirn wurde aus Sicherheitsgründen aufgegeben. Während es früher (schon in den 90ern) Produkte mit einem PS-Gehalt von 20 % gab, stieg es auf mittlerweile 50-60 % PS. Daran erkennt man auch hochwertige Präparate!

Es kommt im gesamten Körper vor, jedoch stark konzentriert im Gehirn und Zentralnervensystem (ZNS, circa 11 % in der grauen Substanz, und 17 % in der weißen Substanz). Phosphatidylserin (PS) spielt eine zentrale Rolle bei der Signalübermittlung innerhalb und zwischen (Hirn)Zellen und ist somit ein essentieller (lebensnotwendiger) Nährstoff für unser Gehirn. Diesen Nährstoff kann man über die Nahrung (Innereien, Hering, Makrele, Milch, Weiße Bohnen, Sojalecithin) zuführen. Es wird in geringen Mengen auch vom Körper selbst gebildet. Kommt es jedoch zu einer Unterversorgung (Mangel), kann es zu verschiedenen Symptomen kommen. Eines davon ist die reduzierte Gedächtnis- und Konzentrationsfähigkeit unseres Gehirns. Aber auch eine übermäßige Produktion von Cortisol (DAS Stresshormon!) geht mit einem Mangel an Phosphatidylserin einher!

Wie kann es zu einem Mangel kommen?

Durch verschiedene Ernährungsprogramme und -formen haben wir verlernt, bestimmte Lebensmittel zu konsumieren, welche reich an Phosphotidylserin sind. Speziell die vegane (Vegetarier sind nicht so stark betroffen) Ernährungsform KANN zu einem Mangel führen, da hier komplett auf tierische Nahrungsmittelquellen verzichtet wird. Besonders ältere Menschen leiden unter einer geringeren Produktion des Nährstoffs. Hier steht es im Zusammenhang mit einer schlechteren mentalen Funktion und Stimmungstiefs.

Was kann Phosphatidylserin?

Durch den immer schneller werdenden Alltag und die hohen Ansprüche an Leistungsfähigkeit gerät dieser Wunderstoff immer mehr in den Mittelpunkt der Stressprävention und -therapie. Bereits 100-300 mg tägliche Zufuhr können hier Symptomen wie Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschwäche und Vergesslichkeit positiv entgegenwirken.

Phosphatidylserin reguliert die Freisetzung von Cortisol in Stress-Situationen. In einer Studie zu belastungsinduziertem Stress lagen nach der Belastung die ACTH- und die Cortisol-Spiegel bei gesunden Probanden, die 800 mg PS täglich erhielten, deutlich niedriger als in der Placebo-Gruppe. Es scheint, als ob dieses Lipid die hypothalamische Freisetzung von Corticotropin Releasing Faktor (CRF), der unter Stressbedingungen die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse aktiviert. Diese Beobachtung könnte auch die antidepressive Wirkung von PS erklären, da bei depressiven Patienten häufig ein Hypercortisolismus zu beobachten ist.

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Da Phosphatidylserin benötigt wird, um Reize innerhalb der Zellen zu übersetzen, spielt es auch eine besondere Rolle bei der Muskelkontraktion und somit im Bodybuilding und Leistungssport! Ein Mangel führt hier zu einem geringeren Körper- und Muskelgefühl. Dies äußert sich in einer schlechteren Koordinationsfähigkeit, was besonders bei Ball- und Kontaktsportarten essentiell ist. Eine verringerte Stresswirkung kann sich positiv auf die sportliche Leistungsfähigkeit auswirken! Denn wir alle wissen, dass durch ein intensives Workout die Stresshormonproduktion enorm ansteigen kann und bei zu wenig Regeneration die Spitzen-Werte nicht ausreichend gepuffert werden können. So kann es früher oder später zum berühmt-berüchtigten Übertraining kommen.

Man mag es kaum glauben, aber man untersuchte in einer Studie [Klick] Golf-Spieler und die Auswirkungen von Phosphatidylserin auf deren Stresslevel. Warum Golfer? Diese Sportart stellt hohe Anforderungen an die Motorik und an das neuromuskuläre System (Zusammenspiel zwischen Nervenzentren und Muskulatur). Wer einmal Golf gesehen hat, weiß, dass es manchmal etwas länger dauern kann bis ein Schlag erfolgt. Hier wird bis ins letzte Detail alles durchdacht und viele Faktoren miteinbezogen. Anders als z.B. beim Schach, was ein reiner Denksport ist, spielt hier der Körper und das Zusammenspiel zwischen Gehirn und Muskeln eine große Rolle. Das Erstaunliche: hier reichten 200 mg Phosphatidylserin pro Tag für einen Zeitraum von 42 Tagen aus, um sämtliche Bereiche des Golf-Spiels zu verbessern, was am Ende in einem besseren Handicap resultierte!

Wir haben bereits in einem Artikel über die Auswirkung von PS auf Testosteron berichtet. Den Artikel könnt ihr hier nachlesen -> KLICK. Um es kurz zusammenzufassen: Man verabreichtet 600 mg PS für zehn Tage und hat die Cortisol- und Testosteron-Werte der Probanden vor und nach dem Training gemessen. Das Resultat war, dass Cortisol reduziert und Testosteron erhöht war. Gut oder? Sportwissenschaftler nutzen oft das Verhältnis von Testosteron zu Cortisol um eine Aussage treffen zu können, wie leicht es einem Athleten fällt, Muskeln aufzubauen. Deswegen wird oft die Empfehlung ausgesprochen, am frühen Abend zu trainieren. Denn hier ist zwar Testosteron etwas niedriger als morgens, aber die Cortisol-Werte sind deutlich niedriger als zu anderen Tageszeiten!

Nebenwirkungen

Gibt es eigentlich Nebenwirkungen? Phosphatidylserin ist ein durchaus sicheres Nahrungsergänzungsmittel und wurde in zahlreichen Studien ausführlich untersucht. Bei sehr hohen Dosierungen (>2000 mg) kann es zu Übelkeit kommen. Darüber hinaus sind keine weiteren Nebenwirkungen bekannt.

Dosierung

Wichtig für die optimale Wirkung von Phosphatidylserin ist die Einnahme über einen längeren Zeitraum. Die positiven Effekte für Gedächtnis und Konzentration machen sich zwar recht schnell bemerkbar, kommen aber nach einigen Wochen der Einnahme deutlich besser zum Tragen.

Die Einnahme zur Verringerung der Ausschüttung von Cortisol nach schwerem körperlichem Training kann auch gezielt an Trainingstagen erfolgen, wie wir bereits oben gelesen haben.

Insgesamt hängt es sehr von dem Ziel ab, wann und wie viel man einnehmen sollte. Wer unter chronischem Stress leidet, sollte natürlich die Ursachen bekämpfen. Hier kann aber eine hochdosierte Einnahme (600-800 mg) über einen längeren Zeitraum durchaus Sinn ergeben. Denn oftmals ist es schwieriger und langwieriger als gedacht, die Ursachen von Stress zu bekämpfen und so kann man wenigsten die Schäden, die Cortisol anrichten kann, ein wenig eindämpfen.

Wir empfehlen eine Einnahme von 300-600 mg an intensiven Trainingstagen und 200-400 mg an Ruhetagen. Man sollte beachten, dass man es nicht zu spät am Abend einnimmt da es anregend wirken kann und so das Einschlafen erschwert. Grundsätzlich sollte erwähnt werden, dass die Dosis vom Körpergewicht abhängig ist und dementsprechend angepasst werden sollte!

Fazit

Cortisol ist der Zucker der Neuzeit. Was früher einmal der Todfeind der Gesundheit war (prinzipiell immer noch, aber dank der Aufklärung in Schulen und dem Internet, geht man damit besser um!), das ist heute das Cortisol und der damit verbundene Stress. Plötzlich wird man aus heiterem Himmel krank und weiß nicht warum. Und genau deswegen ist dieser Wirkstoff, Phosphatidylserin, so wertvoll!

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